Atommüll

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Unter Atommüll versteht man radioaktive Abfälle, die beim Umgang mit Radioaktiven Stoffen in Kerntechnik, Medizin und Industrie entstehen.

In einem AKW entsteht in einem Jahr pro Megawatt Leistung ca. die kurz- und langlebige Radioaktivität einer Hiroschimabombe. Das heißt: allein im AKW Leibstadt entsteht die Radioaktivität von ca. 1100 Hiroschimabomben. Ein Teil dieser Radioaktivität zerfällt nach relativ kurzer Zeit. Manche radioaktiven Abfälle zerfallen innerhalb weniger Jahre z.B. Krypton-85: Halbwertszeit 10,76 Jahre. Wogegen andere radioaktive Gifte extrem lange Halbwertszeiten aufweisen: z.B. Jod-129: Halbwertszeit 17000000 Jahre. Ins Endlager kommt ein "Cocktail" aus vielen verschiedenen radioaktiven Abfallstoffen. Ein atomares Endlager muss also Sicherheit über viele Halbwertszeiten geben, über Zeiträume, die unser Vorstellungsvermögen sprengen. Es fällt schwer, sich die Gefahren und Gefährdungszeiträume von Atommüll vorzustellen.

Element Formelzeichen Halbwertszeit
Tellur 128Te ca. 7·1024 Jahre (7 Quadrillionen Jahre)
Bismut 209Bi ca. 1,9·1019 Jahre (19 Trillionen Jahre)
Thorium 232Th 14,05 Mrd. Jahre
Uran 238U 4,468 Mrd. Jahre
Uran 235U 704 Mio. Jahre
Plutonium 239Pu 24.110 Jahre
Kohlenstoff 14C 5.730 Jahre
Radium 226Ra 1.602 Jahre
Plutonium 238Pu 87,74 Jahre
Caesium 137Cs 30,2 Jahre
Tritium 3H 12,36 Jahre
Cobalt 60Co 5,3 Jahre
Schwefel 35S 87,5 Tage
Radon 222Rn 3,8 Tage
Francium 223Fr 22 Minuten
Thorium 223Th 0,6 Sekunden
Polonium 212Po 0,3 µs
Beryllium 8Be 9 · 10-17 s (90 Trillionstelsekunden)


Doch nicht nur im AKW entsteht Atommüll Überall in der Brennstoffkette entsteht radioaktiver Abfall der Mensch, Natur und Umwelt gefährdet und Krebs auslöst. Der mengenmäßig größte Teil der Abfälle entsteht durch die Uranwirtschaft: Der größte Teil mit rund 80 % der radioaktiven Abfälle stammt aus dem Uranabbau (radioaktive Abraumhalden) und wird in der Nähe des jeweiligen Uranbergwerks "gelagert".

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