2010-04-24
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widerstand unterweX -
antiAtom-Treck nach Krümmel
Wollen wir eine Zukunft mit Atom -Bombe? -Müll? -Strom?
Die gesellschaftliche Auseinandersetzung über diese Frage ist neu entbrannt. Unser Nein! dazu bekräftigen wir in diesem Jahr bei vielen Gelegenheiten. Am Jahrestag der Reaktorkatastrophe rufen wir auch die Erinnerung an Tschernobyl ins allgemeine Kurzzeitgedächtnis zurück.
Der Super-GAU in der Ukraine hat vor Augen geführt, dass Atomkraft Regionen unbewohnbar macht; die Wolke hat das Bewusstsein geschärft, wie grenzenlos diese Technologie Menschen um Leben und Gesundheit bringt.
24 Jahre ist das jetzt her. Die Gefahren sind nicht geringer geworden - im Gegenteil. Hautnah erleiden das zum Beispiel die Menschen im Umkreis des AKW Krümmel, deren Kinder an Leukämie erkranken. Und tagtägich erfahren wir von Störfällen in Atomanlagen, deren Brisanz und Gefährdungspotential von den Betreibern heruntergespielt und schöngeredet wird. Es hat mehr mit Glück zu tun als mit Verstand, dass Störfälle in Atomkraftwerken wie Brunsbüttel und Krümmel sich nicht zu vergleichbaren Havarien wie in Tschernobyl ausgeweitet haben.
Das alles ist bekannt. Dass aus diesem Wissen um die Gefahren auch für zukünftige Generationen nicht die einzig logische Konsequenz gezogen wird, macht die menschenverachtende Logik der Kapitalverwertung deutlich, die wirtschaftliche Interessen von einigen über ein gutes Leben für alle stellt. So ist es nicht verwunderlich, wenn jetzt um Laufzeitverlängerungen gefeilscht wird, auch wenn das eine massiver Erhöhung des Gefährdungsrisikos bedeutet und den Atommüllberg ins Unermessliche wachsen lässt. Und das, obwohl alle - spätestens seit den Enthüllungen über die katastrophalen Zustände im Atommülllager Asse - wissen, dass es keine sichere Abschirmung des radioaktiven Mülls von der Biosphäre geben kann. Geht es doch gerade um diese Extraprofite, die durch eine Verlängerung der Betriebsdauer bereits abgeschriebener Anlagen ins Gigantische wachsen und mühelos eingestrichen werden können.
Trotz der immer offensichtlicher zu Tage tretenden Krise dieses Systems soll alles so weitergehen wie bisher. Auch in der Energiepolitik. Noch in diesem Jahr sollen die AKW Brunsbüttel und Krümmel nach monatelangen, durch schwerwiegende Störfälle notwendigen Reparaturarbeiten wieder ans Netz. Und sogar die Uralt-AKWs wie Biblis und Neckarwestheim, die ihre ohnehin viel zu langen Fristen aufgebraucht haben, sollen nach dem Willen der Stromriesen weiter betrieben werden. Dabei ist klar: selbst die modernste Atomanlage ist eine Zeitbombe und darf nicht weiterticken!
Nicht mit uns!
Wir fordern: Alle 17 Risikomeiler stilllegen!
Abschalten und Umdenken - sofort und weltweit!
widerstand unterweX
antiAtom Treck - nach Krümmel
Mit dieser klaren Botschaft werden sich am 21. April Menschen aus dem Wendland in Bewegung setzen. UnterweX nach Krümmel wollen wir auf vielfältige Weise unser Nein zur Atomkraft öffentlich sichtbar und hörbar machen. On the road again! und mit viel Spaß und Ernst unserm Ziel entgegen.
Mit Kutsche oder Fahrrad, Motorrad oder auch dem ein oder anderen Traktor, auf Inlinern oder Joggingschuhen brechen wir auf zu einer großen antiAtom-Demonstration am 24. April vor dem Leukämie-Reaktor an der Elbe. Einige werden auf dem Rücken ihrer Pferde durch Wiesen, Felder und Wälder ziehen. Andere legen die knapp 60 Flusskilometer auf der Elbe zurück.
Haben wir noch eine Idee vergessen? Du kannst sie verwirklichen! Aber vergiss nicht, Bescheid zu sagen, wo und wie Du Dich auf den Weg machst. Denn wichtig ist, dass die Kameraleute die Chance bekommen, ein großes Bild davon in die Welt zu schicken, das so bunt und vielfältig ist wie der Widerstand.
Energiepolitik wird hier verhandelt!



